Produzent
Regie
Michael Wech
Producer
Michael Scheffold
Genre
Dokumentarfilm
Sender
ZDF / ARTE
Länge
1 x 90'
Editor
Jahr
2022
STILLE PANDEMIE
Der globale Kampf gegen Antibiotika-Resistenz

Die Welt steht am Scheitelpunkt einer bedrohlichen Entwicklung: Bakterien bilden schneller Resistenzen gegen bestehende Antibiotika, als neue Antibiotika auf den Markt kommen. Es tut sich eine immer größere Lücke auf. Mit diesem „antibiotic gap“, wie Experten diese Entwicklung bezeichnen, beginnt ein neues Zeitalter der Medizin. Zum ersten Mal in der jüngeren Geschichte müssen wir uns damit abfinden, dass nicht mehr alle bakteriellen Infektionen behandelbar sind – mit Auswirkungen auf alle Bereiche der Medizin, von der Chirurgie bis zur Onkologie. Die WHO verwendet seit Herbst 2021 den Begriff „Stille Pandemie“, denn anders als Corona schleicht sich die Resistenz gegen Antibiotika unbemerkt in unsere Gesellschaft ein – doch sie erschüttert unser Gesundheitssystem genauso allumfassend. Das Thema ist mittlerweile so ernst, dass es auf der Bühne der internationalen Politik mit der gleichen Dringlichkeit behandelt wird wie der Klimawandel oder die Migration.

Im viel beachteten Dokumentarfilm Resistance Fighters – Die globale Antibiotika-Krise (2019) haben sich Michael Wech und das Team um Produzent Leopold Hoesch im Stil eines Wissenschafts-Thrillers mit den Ursachen von Antibiotika-Resistenzen und der weitreichenden Bedeutung des Problems auseinandergesetzt. Mit STILLE PANDEMIE schreiben sie die Geschichte nun fort und benennen erneut die Problematik, werfen diesmal aber vor allem einen Blick auf die Suche nach Lösungen. Sie zeigen, wie sich weltweit Staaten, Wissenschaftler und private Initiativen vernetzen und verbünden und mit welchen Strategien und Maßnahmen sie der fortschreitenden Antibiotika-Resistenz entgegentreten. So ist seit der UN-Resolution aus dem Jahr 2016 viel passiert: Annähernd alle Staaten haben zwischenzeitlich nationale Aktionspläne zur Bekämpfung der Resistenzen aktiviert, Stiftungen und NGOs haben Projekte und Maßnahmen in schwach entwickelten Ländern auf den Weg gebracht und erste, vielversprechende Erfolge erzielt. Und sogar beim kontroversesten Thema, dem Einsatz von Antibiotika in der Tiermast, gibt es erste Erfolge, denn Geflügelproduzenten in den USA haben Wege gefunden ihre Produktion auch ohne Antibiotika im großen Maßstab fortzuführen.

STILLE PANDEMIE – DER GLOBALE KAMPF GEGEN ANTIBIOTIKA-RESISTENZ

Die Welt steht am Scheitelpunkt einer bedrohlichen Entwicklung: Bakterien bilden schneller Resistenzen gegen bestehende Antibiotika, als neue Antibiotika auf den Markt kommen. Es tut sich eine immer größere Lücke auf. Mit diesem „antibiotic gap“, wie Experten diese Entwicklung bezeichnen, beginnt ein neues Zeitalter der Medizin. Zum ersten Mal in der jüngeren Geschichte müssen wir uns damit abfinden, dass nicht mehr alle bakteriellen Infektionen behandelbar sind – mit Auswirkungen auf alle Bereiche der Medizin, von der Chirurgie bis zur Onkologie. Die WHO verwendet seit Herbst 2021 den Begriff „Stille Pandemie“, denn anders als Corona schleicht sich die Resistenz gegen Antibiotika unbemerkt in unsere Gesellschaft ein – doch sie erschüttert unser Gesundheitssystem genauso allumfassend. Das Thema ist mittlerweile so ernst, dass es auf der Bühne der internationalen Politik mit der gleichen Dringlichkeit behandelt wird wie der Klimawandel oder die Migration.

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