Theaterlandschaften

Theater Basel

In dieser Extra-Ausgabe der "Theaterlandschaften" besucht Esther Schweins das größte Dreispartenhaus der Schweiz: das Theater Basel.

Das Basler Stadttheater wurde 1834 mit einem Bau mit 1300 Plätzen gegründet, was für eine Stadt von damals 26.000 Einwohnern erstaunlich war. 1875 folgte ein Neubau im Barocktheaterstil, das nach einem Brand 1909 wiedererrichtet wurde. 1968 wurde das Privattheater "Komödie" als Schauspielhaus dem Basler Stadttheater zugeordnet: Damit wurde das "Basler Theater" aus der Taufe gehoben. 1975 folgte die Eröffnung des heutigen Stadttheaters am Theaterplatz. Dank der großzügigen Spende der Stiftung "Ladies First" konnte Ende 1999 mit dem Bau des neuen Schauspielhauses an der Steinentorstraße begonnen werden.

Im Film kommen die Intendanten Michael Schindhelm und Georges Delnon zu Wort, die über die Besonderheiten des Schweizer Theatersystems berichten. Ende der sechziger Jahre erregt Direktor und Regisseur Werner Düggelin mit seinen Inszenierungen starke Aufmerksamkeit. Matthias Habich, damals im Ensemble des Theater Basel, erzählt von den Provokationen und der Zusammenarbeit mit dem Schriftsteller Friedrich Dürrenmatt. Auch die "Heimatabende" des Schweizers Christoph Marthalers sorgen für die Bekanntmachung des Theater Basel. Und Ende der neunziger Jahre rückt die Bühne in dem sogenannten Poptheater in den Mittelpunkt von Kritik und Publikum. Regisseur Stefan Bachmann erzählt von diesen Zeiten, als das Theater Basel den Ruf eines "Blut- und Unterhosentheaters" besaß.

Länge 1 x 30'
Jahr 2007
Genre Dokumentation
Format Digital Betacam
Regie Niels Negendank
Sender ZDFtheaterkanal / 3sat / ZDFdokukanal
Link Theater Basel