Theaterlandschaften

Staatstheater Oldenburg

Nicht leicht zu entdecken ist das Oldenburgische Staatstheater, dafür aber eine Entdeckungsreise wert. Wer in die Universitätsstadt im Norden Deutschlands aufbricht, darf keine Angst vor der Provinz mitbringen. Ein historischer Altstadtkern, zahlreiche Parks und Villen kennzeichnen die ehemalige Residenzstadt im Grenzland zu Holland.

Das kleinste Staatstheater Deutschlands ist von jeher ein wichtiger gesellschaftlicher Treffpunkt gewesen. Es wurde 1833 von Zimmermann Muck errichtet. Die Großherzogin Cäcilie von Oldenburg finanzierte das ursprüngliche Holzgebäude. Im Jahre 1881 wurde dann das Großherzogische Residenztheater im italienischen Renaissancestil erbaut. 1891 zerstörte ein Brand das Theater völlig, aber nur zwei Jahre später wurde es als eines der schönsten "Gründerzeit-Theater" Norddeutschlands mit knapp 1000 Zuschauerplätzen wieder neu eröffnet. Dieses glanzvolle Theatergebäude ist, wenn auch teilweise umgebaut und erweitert, in seinem Kern bis heute erhalten.

Das Oldenburgische Staatstheater gehört zu den wenigen Theatern in Deutschland, die den zweiten Weltkrieg beinahe unbeschädigt überstanden haben. Die Jahre nach dem Krieg dienten der Rückbesinnung auf die klassische Tradition.

Neben dem Großen Haus existiert seit 1998 ein Kleines Haus, in dem auch die Auguste-Hinrichs-Bühne ihren Spielort hat. Ihre Aufgabe ist die Pflege der plattdeutschen Sprache. Der Erfinder der Mainzelmännchen, Wolf Gerlach, war zuvor neun Jahre als Bühnenbildner in Oldenburg tätig und entwickelte Entwürfe für Erwin Piscator.

Länge 1 x 30'
Jahr 2003
Genre Dokumentation
Format Digital Betacam
Regie Barbara Block
Sender ZDFtheaterkanal / 3sat / ZDFdokukanal
Link Staatstheater Oldenburg