Theaterlandschaften

Saarländisches Staatstheater Saarbrücken

1938 eröffnet Adolf Hitler das Saarländische Theater als "Gautheater Saarpfalz". Der Bau war von ihm persönlich in Auftrag gegeben worden - als "Belohnung" für den Beitritt zum Deutschen Reich - und soll als "ideologischer Westwall" gegen Frankreich dienen.

1942 wird das Theater bei einem Bombenangriff auf Saarbrücken zerstört. In den 60ern verleiht Intendant Hermann Wedekind dem Theater die Programmatik: Kunst kennt keine Grenzen. Er veranstaltet regelmäßig internationale Theatertage und lädt u.a. russische, rumänische, französische und österreichische Künstler ein; aus der "Georgischen Woche" ist sogar eine Städtepartnerschaft zwischen Tbilissi und Saarbrücken entstanden. Intendant Karlheinz Noblé prägt das damalige Landestheater Saarbrücken in seiner Amtszeit von 1976-1989 mit der Hinwendung zu den deutschen Klassikern und Dramatikern des 20. Jahrhunderts.

1989 erhält das Theater die Rechtsform einer GmbH. Seit 1991 ist Kurt Josef Schildknecht Generalintendant des Dreispartenhauses. Das Angebot ist sehr breit gefächert, neben Opern- und Theateraufführungen werden auch Operetten, Musicals und Ballettdarbietungen gezeigt.
Esther Schweins stellt das Saarländische Staatstheater vor. Die Schauspielerin Bibi Jelinek berichtet von den zahlreichen Gastspielen und Oskar Lafontaine erläutert, weshalb er das Theater nicht nur als Ort der Unterhaltung, sondern vor allem als ein Forum öffentlicher Meinungsbildung versteht. Und Filmausschnitte zeigen Saarbrücker Bühnenentdeckungen von Patricia Kaas bis Montserrat Caballé. Außerdem erinnern die "Theaterlandschaften" an die Geschichte des Hauses, die in der Gründungsphase eng mit dem Nationalsozialismus verbunden war.

Länge 1 x 30'
Jahr 2004
Genre Dokumentation
Format Digital Betacam
Regie Dag Freyer
Sender ZDFtheaterkanal / 3sat / ZDFdokukanal
Link Saarländisches Staatstheater Saarbrücken