Theaterlandschaften

Freie Volksbühne Berlin

Nur ein paar Fußminuten von der Kaiser Wilhelm Gedächtniskirche in Berlin entfernt, liegt eine ruhige, grüne Oase. Inmitten des parkähnlichen Geländes versteckt sich das Haus der Berliner Festspiele, die ehemalige Freie Volksbühne Berlin.

Ein Theater mit einer wechselvollen Geschichte, die vor allem mit den Inszenierungen des 1893 geborenen Regisseurs Erwin Piscator verbunden wird. Piscator gilt neben Max Reinhardt und Fritz Kortner als einer der innovativsten Theaterregisseure der Zwischenkriegszeit. Gegründet wurde die Freie Volksbühne 1890 als eine Besucherorganisation, die der Arbeiterschaft den regelmäßigen Theaterbesuch ermöglichen sollte. Die Organisation besteht noch heute, auch wenn sie inzwischen eher theaterpädagogischen Zwecken dient.

Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Theater fast vollständig zerstört, in den fünfziger Jahren wurde es nach Entwürfen des Architekten Hans Richter wieder aufgebaut und 1963 wurde ein neues Haus von Prof. Fritz Bornemann in der Scharperstraße errichtet. 1962 kehrte Erwin Piscator als Intendant an die Volksbühne zurück. Die Geschichte des Hauses ist neben Erwin Piscator mit klangvollen Namen wie Hans Neuenfels, Luc Bondy, Peter Zadek und Andrea Breth verbunden.

1993 strich die Stadt Berlin die Subventionen und nach den gescheiterten Versuchen privater Musicalbetreiber, das Haus zu bespielen, musste der Verein das Theater 1999 an einen privaten Investor verkaufen. Heute wird es wieder bespielt und ist seit 2001 das Haus der Berliner Festspiele GmbH, Hauptspielstätte für das Theatertreffen Berlin.

Länge 1 x 30'
Jahr 2002
Genre Dokumentation
Format Digital Betacam
Regie Sebastian Dehnhardt
Sender ZDFtheaterkanal / 3sat / ZDFdokukanal / arte
Link Freie Volksbühne Berlin