Theaterlandschaften

Berliner Ensemble

Das "Theater am Schiffbauerdamm", die heutige Heimstatt des Berliner Ensembles, wurde 1892 auf morastigem Grund gebaut, mitten im Herzen der aufblühenden Stadt Berlin.

Zunächst eine Bühne für leicht verdauliche Kost, sorgt das Theater 1893 mit der Uraufführung von Gerhart Hauptmanns "Die Weber" für Aufsehen und verhilft der naturalistischen Dramatik so zum Durchbruch. Von 1903 bis 1906 ist Max Reinhardt Direktor am Schiffbauer Damm und seine Inszenierung von Shakespeares "Sommernachtstraum" wird zum Meilenstein des modernen Regietheaters.

1928 kommt es zur Uraufführung der "Dreigroschenoper" von Bertolt Brecht und Kurt Weill, die zum Welterfolg wird. Nach dem Krieg übernimmt für kurze Zeit Rudolf Platte die Leitung. 1954 zieht Bertolt Brecht mit dem Berliner Ensemble ins Theater am Schiffbauerdamm. Brechts Stück und Inszenierung der "Mutter Courage" mit Helene Weigel in der Hauptrolle macht das Theater erneut weltberühmt. Nach Brechts Tod leitet Helene Weigel als Hüterin von Brechts Erbe das Theater.

Mit Ruth Berghaus löst sich das Haus nach Weigels Tod ein Stück aus der musealen Erstarrung und erhält neue Impulse. Danach geben sich die Intendanten die Klinke in die Hand: Peter Palitzsch, Peter Zadek, Heiner Müller. Nach einem großen Umbau im Januar 2000 übernimmt Claus Peymann das Traditionshaus in Berlin Mitte.

Länge 1 x 30'
Jahr 2002
Genre Dokumentation
Format Digital Betacam
Regie Christian Frey
Sender ZDFtheaterkanal / 3sat / ZDFdokukanal / arte
Link Berliner Ensemble