Die Theatermacher

Requisiteur

Am Schauspiel Leipzig arbeitet Sebastian Hubel als Requisiteur. Er kann fast alles, was ein Regisseur sich an Tieren, Instrumenten oder Waffen wünscht, aufstöbern oder basteln. Um ein echtes Pferd auf die Bühne zu bringen, nimmt der Requisiteur sogar Reitunterricht. Und er kann sogar Theaterblut in verschiedenen Geschmacksrichtungen besorgen. Der Requisiteur – ein Jäger und Sammler, Bastler und Tüftler, Käufer und Macher.

Der Requisiteur prüft zusammen mit dem Bühnenbildner oder Setdesigner, welche Utensilien neben Kostüm oder Bühnenbild für eine Inszenierung gebraucht werden. Je nach Anforderung der Regisseure muss der Requisiteur basteln, bauen, kaufen, aufstöbern. Dabei bedient er sich oft aus dem bereits vorhandenen Requisitenlager und ändert Vorhandenes gegebenenfalls ab. Auch für Spezialanfertigungen ist er zuständig, wozu er über Kenntnisse in Materialkunde und Kunst- und Kulturgeschichte verfügen muss. Direkt vor, während und nach einer Aufführung hat er einiges zu tun: Vor der Aufführung müssen die Requisiten so vorbereitet werden, dass die Darsteller sie schnell und richtig einsetzen können. Selbst während der Vorstellung noch werden Requisiten wie Kunstblut hergestellt. Danach muss alles aufgeräumt, gesäubert oder auch repariert werden für den nächsten Tag. Oft verfügt der Requisiteur über eine zusätzliche Qualifikation, die ihm den Einsatz pyrotechnischer Effekte erlaubt. Gibt es keinen eigenen Rüstmeister am Haus, unterliegt ihm auch die Bereitstellung und bühnentaugliche Umarbeitung von Waffen.

Länge 1 x 15'
Jahr 2009
Genre Dokumentation
Format Digital Betacam
Regie Matthias Schmidt
Sender ZDFtheaterkanal