Theaterlandschaften

Theater Altenburg-Gera

Das Theater Altenburg-Gera ist 1995 aus der Fusion der Bühnen der Stadt Gera mit dem Landestheater Altenburg hervorgegangen. Aufgrund der zunehmend angespannten Haushaltslage zur Finanzierung der Theater aus kommunalen und Landesmitteln kam es zu dieser Theaterreihe in Ostthüringen. Seither pendelt das gemeinsame Ensemble, Orchester und Leitung zwischen den etwa 40 km voneinander entfernten Städten hin und her.

Dabei können beide Häuser auf eine lange Theatertradition zurückblicken. In Gera wurde bereits 1683 das "Neue Komödienhaus" eingeweiht, zu Beginn des 20. Jh. waren Hans Otto und Bernard Minetti im Ensemble und nach dem Krieg spielte neben Rolf Hoppe Leander Haußmann und Frank Castorf inszenierte am Theater Gera. In der Skatstadt Altenburg wurde insbesondere das Musiktheater gepflegt, so inszenierte z.B. Peter Konwitschny in den 80er Jahren einen als spektakulär erinnerten "Freischütz".

Esther Schweins stellt Thüringens größtes Mehrspartenhaus vor, beleuchtet die Auswirkungen der Theaterfusion und begegnet unverhofft auf der Puppentheaterbühne ihrer Doppelgängerin. Der Altenburger Schriftsteller Ingo Schulze hat mit dem in seiner Heimatstadt angesiedelten Roman "Simple Stories" ein präzises Panorama der ostdeutschen Nachwendewelt geschrieben und erzählt im Gespräch wie er die Altenburger Theaterzeit erlebt hat. Und "Fusions-Intendant" Michael Schindhelm gibt einen Einblick, wie turbulent die Vereinigung der beiden Bühnen zu dem jetzigen Vierspartenhaus gewesen war.

Länge 1 x 30'
Jahr 2005
Genre Dokumentation
Format Digital Betacam
Regie Dag Freyer
Sender ZDFtheaterkanal / 3sat / ZDFdokukanal