HAUT AN HAUT

Eine kurze Kulturgeschichte der Berührung

Berührungen sind überlebenswichtig. Eine Berührung kann Geborgenheit geben, sie kann Trost spenden oder Schutz, sie kann elektrisieren und erregen. Der Tastsinn ist der erste Sinn, den ein Embryo ausbildet, lange bevor er sehen, hören oder riechen kann. Ein Mensch, der nicht berührt wird, verkümmert – sozial und körperlich. Doch eine Berührung kann auch schmerzen, ekeln, verletzen und verängstigen. Es ist das Dilemma der Berührung: Alle sehnen sich nach ihr, aber fürchten sie zugleich.

In der Kulturgeschichte der Menschheit wird die Berührung zum wichtigen Gradmesser: Die Art, wie Menschen einander berühren – über verschiedene Kulturen und Epochen hinweg –, und die Weise, wie die Kunst das Spannungsverhältnis zwischen Nähe und Distanz auslotet, verrät viel über Lebensgefühl, Stimmungen und Werte einer Gesellschaft.

Die Kulturdokumentation taucht ein in das Phänomen Berührung und betrachtet es interdisziplinär aus dem Blickwinkel der Kunstgeschichte, Geschichtswissenschaft, Haptikforschung, Philosophie und Kommunikationswissenschaft. Sie trifft Künstler, Denker, Wissenschaftler und ein Neugeborenes und nimmt den Zuschauer mit auf eine Reise durch die Kulturgeschichte der Berührung – vom Friedenskuss bis zum Social Distancing.

Erstausstrahlung: Sonntag, den 28. Februar 2021, 22:25 Uhr auf arte.

Länge 52'
Jahr 2021
Genre Dokumentation
Regie Annebeth Jacobsen
Sender arte
Link Der Film in der Mediathek