Wem gehört die Natur?

Wo stehen wir Menschen in der Skala zwischen Beschützer und Zerstörer der Natur – unserer Welt? In großen Kino-Bildern betreten wir den Kosmos der wilden Tiere – nicht in Afrika, sondern hier bei uns. In einer der landschaftlich schönsten Regionen Europas, in den Deutschen, Österreichischen, Französischen und Schweizer Alpen stellen wir anhand des Waldes, der Waldbesitzer, der wilden Tiere, der Jäger und der Landwirte im Zyklus der Jahreszeiten diese Menschheitsfrage.

Die Frage „Wem gehört die Natur?" führt automatisch zur Frage: Was ist Natur? Wir leben fast alle in Städten und das, was die meisten von uns unter Natur verstehen, sind irgendwie die Pflanzen, der Stadtpark oder das, was wir sehen, wenn wir mit dem Zug oder Auto von Stadt zu Stadt fahren. Aber ist die grüne Wiese Natur? Ist es der Wald, der Stamm für Stamm an uns vorbeifliegt, natürlich?

Wem gehören Reh, Hirsch, Gams, Wildschwein, Hase, Fuchs, Luchs, Bär oder Wolf? – Sie haben keinen Besitzer. Sie gehören sich selbst, sie sind Teil der Natur. Nur genaugenommen gibt es in Europa keine Natur mehr, sondern landwirtschaftlich genutzte und bepflanzte „grüne" Flächen. Die Wildtiere teilen sich ihren Lebensraum mit uns. Wer bestimmt, wie wir mit ihnen zusammenleben?

Der Film begibt sich mit optisch aufwändigen Bildern in die einzigartige Welt der wilden Tiere, der archaischen Landschaften, der Jahreszeiten – und der Jäger. Mitten im Herzen unserer westlichen Zivilisation betreten wir eine Welt, die nicht mehr in unsere Zeit zu passen scheint. Bergziegen, röhrende Hirsche, ein Wolfsrudel, Forstbeamte, Landwirte, Wildbiologen, Jagdgegner und Jäger – sie alle sind Akteure in einem dramatischen Alpenstück.

Jahr 2017
Genre Dokumentarfilm
Format 4K
Regie Alice Agneskirchner
Sender Kino | Arte
Vertrieb NFP* marketing & distribution